Selbstgespräch                 30.7.2010               zum Gesamtkonzept meiner Familienhomepage Oft frage ich mich, sind meine Homepage-Vorhaben nicht zu breit oder zu umfangreich? Ist sie überhaupt zu beherrschen, reichen die Erfahrungsübermittlungen aus? Sind sie noch verständlich? Auf der anderen Seite habe ich den Eindruck, die Selbstzweifel bringen meine Gedanken voran. · Ich frage mich immer wieder, ist der Aufbau systematisch genug? · Sind zu viele Zufallserkenntnisse enthalten? · Wie objektiv betrachte ich die Ereignisse? · Müsste ich nicht vieles ausführlicher erläutern? · Sind die Darstellungen nicht zu einseitig? · Sind die Schilderungen zu drastisch? · Sind mir gedankliche Fehler unterlaufen? · Müsste ich die subjektiven Überlegungen und objektiven Bedingungen nicht anders wichten? Manchmal überlege ich auch, ob sich die jüngere Generation der Familie überhaupt solche Fragen stellt. Vor allem dann, wenn sie Apfel und Pflaumen in der Politik durcheinander wirft.   · Ist es Unwissenheit, · Ist es Selbstüberschätzung? · Ist es Oberflächlichkeit? · Ist es Unfähigkeit, differenzierter zu betrachten? · Ist es die Wissensüberflutung durch Internet? · Ist es die fehlende Weltanschauung? · Ist es das Abdrängen durch die Werbung in der Konsumierungsgesellschaft? · Ist es die fehlende Gedankenauseinandersetzung über politische Probleme durch Smalltalk? · Ist es die Vorstellung, dass Äußerliches wichtiger ist als der Inhalt? · Ist es Obrigkeitshörigkeitsdenken? Man könnte die Fragen noch weiter ergänzen. In der Familie und im Freundeskreis habe ich manchmal den Eindruck, die festgezurrte subjektive Meinung objektive Erkenntnisse überlagert oder das Urteil gibt sich mit weniger Fakten zufrieden. Die Objektivität wird schwächer. Die subjektive Betroffenheit ist wichtiger als wahrheitsgemäße Überlegungen und Erkenntnisse. Manchmal trifft diese Darstellung auch auf mich zu , ohne dass ich es sofort oder überhaupt erkenne. Als nächstes würde ich gerne über die Einheitsgeschädigten in der Familie schreiben. Aber dadurch werde ich ebenso von dem Abschnitt Partei abgedrängt wie durch das Jahr 1989. Auf der anderen Seite fällt mir der Abschnitt Partei sehr schwer. Vielleicht, weil er so komplex ist oder weil ich diesen Abschnitt noch nicht vollständig überschaue. Grundüberlegungen und  Zielrichtung habe ich für alle noch fehlende Abschnitte. Eine unheimliche Bereicherung meines Blickfeldes ist das Internet.  Ich sage immer, Computer und Internet ermöglichen mir fast  ein 2. Leben oder sie zeigen mir meine Grenzen. . Als Älteren gibt mir beides trotzdem viel Zufriedenheit. Ich ärgere mich immer wieder, dass ich so spät Zugang zum Internet gefunden habe. Erst das individuelle Training gab mir die Möglichkeit, die Medien etwas besser zu nutzen. Lehrgänge hätten mir persönlich nicht geholfen. Worüber ich noch schreiben möchte: · Mangelwirtschaft und Wegwerfgesellschaft · Individuelle Freiheit in der DDR · Selbstbewusstsein heute und zu DDR-Zeiten · Der Zweck heiligt die Mittel - in der Politik und im persönlichen Leben (BRD und DDR) · Die Entschuldigungs-Orgien der PDS · Das Verleugnen der historischen Wurzeln der Linken · Die ganze Geschichte des Abenteuererzählers aus der Stasi-Gedenkstätte · Die Schwierigkeiten der Delegitimierer · Privilegien und meine Gehaltsübersicht · Die Probleme mit dem Fußballpatriotismus Leider werde ich dies alles nicht mehr bewältigen können. Meine Zielrichtungen sind bereits im Wegweiser festgeschrieben. Als Abschluss meiner Homepage werde ich auf jeden Fall meine Vorstellungen zur Parteiarbeit im Zeitalter der Handys, der Computer und des Internets zu Papier bringen. Illusionen sind oft der Lebensanker für die Menschen. Also darf ich auch Illusionen haben. Sie müssen es ja nicht lesen, denn meine Gedanken sind bestimmt anders als Ihre oder Deine. Und ich schreibe meine Gedanken nieder, nicht die Ihren oder Deine.  Wenn Sie diesen Hinweis beachten, ärgern Sie sich oder Du dich bedeutend weniger. Meine Darlegungen und Darstellungen sind nicht für studierte und gestandene Marxisten gedacht! Gernhold Klemm                          30. 7. 2010