Mein persönliches DDR-Museum                                                    Eine etwas andere Würdigung des              60. Jahrestages der Gründung der DDR            und ihrer Leistungen in 40 Jahren DDR     Am 7. Oktober 1949 wurde die DDR der 1. Arbeiter und Bauernstaat in der deutschen Geschichte gegründet. Es war die Antwort auf die Spaltung der Deutschen durch Adenauer.  Nach einseitiger Währungsreform wurde im September die BRD gegründet.   Die Gestaltung einer neuen Gesellschaft auf der Grundlage des Marxismus war unser Lebensziel, unser Lebensinhalt, war unser Leben. Wir gestalteten die Gesellschaft für uns, nicht für die Reichen. Es war ein neues Lebensgefühl, ausgehend von unserer politischen Überzeugung, eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen. Die Grundlagen dafür wurden in der Verfassung der DDR festgeschrieben.   Die größten Errungenschaften in den 40 Jahren DDR waren:   1.      Die soziale Sicherheit für alle Menschen,  nicht nur für Reiche und Wohlhabende wie heute 2.       Die soziale Gerechtigkeit, die Gehälter lagen vom Arbeiter bis zum Minister zwischen 400,-- und 4000,-- Mark und fast alles war für alle bezahlbar. (Technische Konsumgüter wurden angespart, Häuser auf Kredit) 3.      Der arbeitende Mensch, der die Reichtümer der Gesellschaft erarbeitet, stand im Mittelpunkt der Politik und nicht die Abzocker und Schmarotzer wie heute. Vorraussetzung war die Abschaffung des Bildungsmonopols der Reichen und Wohlhabenden.   Die herausragenden Erfolge und Leistungen der DDR-Bürger waren: -         keine Arbeitslosigkeit -         keine Obdachlosen -         keine Kinderarmut -         keine Altersarmut -         kein Zweiklassen - Gesundheitswesen -         kein Geschäft mit der Angst der Menschen -         keine Diskriminierung der Frauen -         keine Nazi-Parteien und revanchistische Vereinigungen -         keine Wehrmachtstraditionsverbände -         weitere Erfolge und Leistungen (siehe Anlage 1)     Hervorzuhebende Leistungen der DDR - Bürger sind: 1.      Ein neues Gesellschaftssystem wurde im Kalten Krieg aufgebaut und trotz Kalten Krieges erfolgreich verwirklicht! Dazu kam die Beseitigung der Kriegsfolgen des II. Weltkrieges.  Was hätten wir alles in Friedenszeiten erreicht? Dieser Dauerkriegszustand hat uns unsinnigerweise viel Kraft und Mrd. gekostet. Was hätten wir für die Menschen in der DDR noch alles erreichen können? Heute gut zu erkennen am Afghanistan-Krieg. Weil Mrd. € dafür ausgegeben werden, müssen allein in Berlin 150.000 Kinder in Armut leben. Es werden damit nur die Weltherrschaftspläne der USA finanziert. Erst hat die USA die Taliban im Krieg gegen die Sowjetunion kriegsreif gemacht und heute können sie die radikalen Islamisten nicht mehr besiegen. Das Gleiche spielt sich z. Zeit in Arabien und Afrika ab. Der Kapitalismus braucht Krieg, der Sozialismus braucht Frieden.   2.      Die Gesunderhaltung aller Bürger war  ein besonders wichtiges Anliegen der sozialistischen Gesellschaft. Die Partei – und Staatsführung der DDR betrachtete die Gesunderhaltung der Menschen als Fürsorgepflicht des Staates und es entsprach der Orientierung, der Mensch steht im Mittelpunkt der sozialistischen Politik. Deshalb wurde der geschaffene Reichtum der Gesellschaft  nach der Industrieallisierung vor allem im Gesundheitswesen eingesetzt. Feriendienst der Gewerkschaften, Breitensport und  die Versorgung unmittelbar in den Betrieben und Einrichtungen ergänzten die Gesunderhaltung. Kostenlos medizinische Betreuung, Kuren, Reihenuntersuchungen , Impfungen u. v.  m. wurden über den Staatshaushalt abgesichert.           3.      Die Mobilität ist für die gesamte Bevölkerung zu gewährleisten. Erreichen der Arbeit, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, Kultur, Sport und Unterhaltung. Die Preise für die Verkehrsmittel waren so niedrig festgelegt, dass jeder sein Reiseziel erreichen konnte. Allein die S-Bahn Fahrkarte in Berlin, der Hauptstadt der DDR, kostete 20 Pfennig. Das konnte sich jeder leisten.  Die Reichsbahn wurde auch bis in kleinere Orte ausgebaut, ohne dass sich dies immer rechnete. Im Interesse der Menschen wurden die Fahrverbindungen eingerichtet, nicht wie heute wo der Gewinn der Unternehmer oder des Staates den Ausbau und die Stilllegung  von Strecken bestimmt.   4.      Das Wohnungsbauprogramm der Partei war so angelegt, dass jede Familie eine Wohnung erhalten konnte. Das Wohnungsbauprogramm verwirklichte  eine    Forderung der Arbeiterbewegung „Niemand mehr obdachlos“.  Die Mieten waren so festgelegt, dass Jeder sie durch Arbeit finanzieren            .  konnte. Miethaie gab es nicht. Das Problem Sanierung der Altbauten oder                                    Neubauten musste über Satellitenstädte aus der Welt geschafft  werden. Dazu war     aber auch die Entscheidung notwendig, die Sanierung der Altbausubstanz zeitweilig zu begrenzen. Diese schwierige Entscheidung brachte  Nachteile für die Bewohner der Altbausubstanz. Das Wohnungsbauprogramm kam spät, da die Industrialisierung der DDR als Vorraussetzung Vorrang hatte. Auch war die Arbeitsrichtung „Jedem eine Wohnung“ und noch nicht „Jedem seine Wohnung“. Ein Familienmitglied  benötigte nach der Heirat eine Wohnung. Da die Staatsrateingabe nichts ergab, brachte er das Kollektiv ins Spiel und stellt die Soli- Zahlung ein. Die „Erpressung“ half. Es gibt schon kuriose Geschichten 5.    Die Einheit der Arbeiterbewegung und das Zusammengehörigkeitgefühl der DDR- Bürger waren entscheidende Elemente für die ereichten Ergebnisse und Erfolge. Der Gemeinschaftsgeist, die Kollektivität und die gegenseitige Solidarität bestimmte den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Der Zusammenhalt förderte den Mitgestaltungswillen und das breite politischeVerantwortungsbewusstsein für das Ganze. Heute weiß ich, die gesellschaftlichen Strukturen,                     wie volkseigene Betriebe , Arbeitskollektive,                     wie volkseigene und genossenschaftliche Wohnungsverwaltungen,     Hausgemeinschaften,                     wie staatliche und kommunale  Einrichtungen, Klubhäuser,    Kindertagesstätten, waren entscheidende Vorrausetzungen. Die Parteien, Gewerkschaften, Jugendorganisationen,    Nationale Front, Volkssolidarität waren Mittel um die Mitverantwortung. die Eigenverantwortung, die Volksdemokratie zu gestalten. In der bürgerlichen Demokratie geht es um teile und herrsche, im Großen wie im Kleinen. Es werden Bevölkerungsgruppen mit Privilegien ausgestattet (Klientel). Sie stützen den Kapitalismus/ Marktwirtschaft aus Egoismus oder anders formuliert aus Eigeninteresse ohne Rücksicht auf Volksinteressen. Solche Bevölkerungsgruppen sind: Reiche und Wohlhabende, Lobbyisten, Politiker,  Beamte, Unternehmer, Bänker, Medienmanager, Privatversicherte (Zweiklassen- Gesundheitswesen), Ärzte, Apotheker u.s.w.   Die Menschen in der DDR wussten zu schätzen, was sie erreicht haben und brachten es auch 1989 deutlich zum Ausdruck:          am 7. Mai 1989 wählten die DDR-Bürger lt. Kirche trotz Aufruf zum Wahlboykott und den Ereignissen in Ungarn     von 12,4 Mio. Wahlberechtigte  11,2 Mio.     den  Sozialismus.              100 Tausende  DDR Bürger gingen auf die Straße mit den Losungen „Wir sind das Volk, wir sind der Staat“ oder „Wir wollen eine bessere DDR“. Es waren Demostationen für die DDR und nicht gegen die DDR, wie es die Geschichtsfälscher darstellen.   Es sind die entscheidenden Ergebnisse aus 40 Jahren DDR, die in der heutigen  Politik, in den Medien und den Lehrbüchern verschwiegen werden. Der Mensch  stand in der DDR im Mittelpunkt jeder gesellschaftlichen Betätigung, nicht wie  heute: Geldgier, Größenwahn und Reichtum auf Kosten anderer.                                                               Die DDR war ein Land, in dem es sich zu leben lohnte.    Es war meine Heimat.     Die Bundesrepublik wird mir immer fremd bleiben, weil ich vom Mitgestalter der Gesellschaft zum Betrachter der Gesellschaft degradiert wurde. Weil ich Vernichtung, Berufsverbot, Abwicklung der Wissenschaftsbereiche, Strafrente und Verleumdung erleben musste, weil ich die  fürchterlichen Ungerechtigkeiten nur im Interesse des Luxuslebens der Reichen nicht  verstehen kann und nicht verstehen will. Nur weil die Reichen und Wohlhabenden nicht  auf   ihr ausuferndes Luxusleben verzichten wollen, müssen allein in Berlin von heute  150.000 Kinder in Armut leben, und dass in einer reichen Bundesrepublik.     Die Delegitimierung der DDR als Staatsauftrag der heutigen BRD wird vor allem durch negierende Begriffe, Wiederholungen von Klischees und Lügen vorgenommen. Vor inhaltlichen Auseinandersetzungen scheuen sich die Antikommunisten und DDR-Hasser.   Beispiele:  - Spitzelstaat - Eingemauerte DDR - Diktatur - Betonköpfe - Eiserner Vorhang - Unrechtsstaat     Die sozialistische Demokratie erkennen die bürgerlichen Demokraten nicht an. Aber eine derartige Basisdemokratie wie im Sozialismus wird es in der bürgerlichen Gesellschaft nicht geben.   2 mal im Monat haben 2,4 Millionen Parteimitglieder (bei 17 Mio. Bürgern) in ihren Grundorganisationen und Parteigruppen die Umsetzung der Politik beraten, gesellschaftliche Probleme besprochen und kritische Auseinandersetzungen geführt. So wusste die Parteiführung durch die Berichterstattungen der Grundorganisationen, wo gibt es Fortschritte, wo Hemmnisse und Probleme, welche Veränderungen erwarten die Bürger der DDR. Die Form der Information, von unten nach oben und von oben nach unten, nennt sich Demokratischer Zentralismus.   Vom Zurückdrängen der Parteibürokratie und der Bereitschaft Reformen in Angriff zu nehmen, hing die Wirksamkeit dieses Informationsinstrumentes ab. Die Nutzung dieser Information erforderte strategische und taktische Entscheidungen. Diese Informationen wurden durch die Gewerkschaften, den Jugendverband und anderen Parteien ergänzt.   In diesen Prozess der Auseinandersetzungen in den Grundorganisationen entwickelten sich auch sozialistische Persönlichkeiten, Führungseigenschaften und soziales Verhalten.   Der Einfluss der Ökonomie, der ökonomischen Prozesse auf die Persönlichkeit ist in beiden Gesellschaftsformen fast gegensätzlich                                                         Kapitalismus und Marktwirtschaft                                       Egoismus ist die Triebkraft – Größenwahn, Korruption und                                     täglicher Betrug durch Abzocke ist marktwirtschaftlicher                                     Alltag und formt den Menschen, sowie beeinflusst die                                     Denk- und Verhaltensweise. Wertediskussion und Religion                                     sind Feigenblätter, die wenig bewirken.                                                                              Sozialismus und Planwirtschaft                                        Gemeinschaftsgeist ist die Triebkraft der Planwirtschaft.                                      Kollektivität und gegenseitige Hilfe bestimmen das Denken                                      und Handeln der Menschen. Es ist die Fortsetzung des Grund-                                      Gedankens, durch die Arbeit wurde der Mensch zum Menschen.                                      Es war auch der Ausgangspunkt des neuen Menschen im Sozia-                                      lismus. Dazu kam, dass die kleinsten Einheiten der Gesellschaft,                                      wie Familie, Arbeitskollektive und Hausgemeinschaften besonders                                      gefördert wurden. Gleichbehandlung von Männern und Frauen.                                                 20 Jahre DDR                    Aufbau einer Schwerindustrie, da nur 7 % der Schwerindustrie im Osten lagen -         Aufbau von Schwedt, einer Chemieindustrie aus Erdöl-erstes Atomkraftwerk 1965 in der DDR-BRD 5 Jahre später- -         DDR auf Platz 10 der Industriestaaten der Welt -         Alleinvertretungsanspruch der BRD durchlöchert – Aufnahme in die UNO September 1973 -         Aufbau und Ausbau des Genossenschaftswesen der DDR -         Der Wirtschaftboykott der BRD führte zu hohen Verlusten – 1951 – 1961 112 Mrd. Produktionsausfall, 16 Mrd. für abgeworbene Arbeitskräfte. Von den Verlusten konnten 1960 – 1963 nur 7 Mrd. aufgeholt werden[1] -         Kein Marschallplan – zerstörtes Hinterland bis  Moskau –Reparationszahlungen für DDR und  BRD – Embargopolitik der BRD gegen die DDR- -         Energie und Zielstrebigkeit der älteren Kommunisten war für uns Vorbild – eine neue Intelligenz entstand über die Arbeiter- und Bauernfakultäten (ABF) und anderen Wissenschaftseinrichtungen -         Politische Qualifizierung der Bevölkerung – wer mit regieren will, muss politisches Wissen besitzen.                                                                                                                      20 Jahre BRD nach der DDR     -         Vernichtung der DDR-Wirtschaft aus Konkurrenzgründen, lt. Treuhandchef Rohweder waren zwei Drittel der Wirtschaft sanierungsfähig -         Arbeitslosigkeit im Osten 15 %, im Westen 6,1 % -         Gehaltsunterschiede – Fluchtlawine aus dem Osten von 1991 – 2006 3 Mio. Bundesbürger, z.B. 2007 Tischler West 3078.–  Ost 2083.-                                                Ärzte West 4095.-  Ost 3379,-                                                Maurer West 2751,-  Ost 1884,- (Anlage2) -         50000 Lehrer wurden fristlos entlassen und ihre Existenz vernichtet -         2,2 Mio. Rückübertragungen  an Häusern und Grundstücken. Statt Entschädigung wurde alles enteignet – Häuserkrieg und Enteignung in Massen            -     Zerstörung des Gesundheitswesens der DDR-623 Polikliniken,                  1032 Ambulatorien 538 Landambulatorien wurden vernichtet, dazu kamen noch                                                                                                       -          -    151 Betriebspolikliniken und 354 Betriebsambulatorien     -    Liquidierung und Privatisierung der Ferienobjekte der Gewerkschaften der DDR –             695       FDGB Ferienheime, 5 Ferienhotels, 1 Urlauberschiff, 74496 betriebliche     -         Erholungseinrichtungen -         Vernichtung und Privatisierung der Kinderferienlager – Paradiese der Kinder – 5000 Betriebseinrichtungen und 49 Zentrale Pionierlager wurden zerstört -         Verbesserung der Infrastruktur im Osten, um die Mobilität abzusichern und die Kolonie Osten besser zu beherrschen -         Vernichtung der betrieblichen Kultureinrichtungen – 340 Kulturhäuser der Volkseigenen Industrie und 3918 Dorfclubs -         „Buschzulagen“ für Wessis für die Vernichtung der Volkseigenen Einrichtungen und Manipulation der DDR-Bürger                  Warum ist die DDR untergegangen?   Die Wirtschaft, die Ökonomie bestimmt die Politik. Deutlich zu erkennen, ohne Konzerne und Unternehmen hätte Hitler seine verbrecherische Politik nicht umsetzen können.   Auch in der DDR bestimmen die ökonomischen Erfolge die Politik. Die hohen Subventionen waren nur möglich durch die zentralisierten Gewinne der Volkswirtschaft. Wir konnten nur verteilen, was erwirtschaftet wurde.   Die Schlagworte Gorbatschows, Perestroika und Glasnost waren verbunden mit der Vorstellung, die sozialistischen Länder auf Dollarkurs umzustellen und damit das geschlossene ökonomische System im RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) aufzusplittern. Dadurch wurden die ökonomischen Grundlagen der Sowjetunion  und der sozialistischen Länder zerschlagen.   Robert L. Hutchings, ein USA-Insider, schreibt in seinem Buch „ Als der kalte Krieg zu Ende war“                                                                                                                              Zitat: Seite 129/130               … Präsident Bush und Außenminister Baker müssen wohl Hunderte Male öffentlich                         wie privat wiederholt haben, dass die Entwicklungen in Ostmitteleuropa „die legi-                timen sowjetischen Sicherheitsinteressen nicht gefährden“. Dabei war es wirklich                schwierig, Wahrheit und Taktik bei dieser Zusicherung auseinander zuhalten – wir               glaubten zwar, dass die Sowjetunion Möglichkeiten finden könnte, ihre Sicherheit                anders als nur durch einen Ring aus Satelliten rund um ihre Grenzen zu wahren,                konnten aber nicht abstreiten, dass dies zum Macht- und Einflussverlust der Sowjets                führen würde. Es war also ganz offensichtlich in unserem unmittelbar eigenen                Interesse, diesen Satz ebenso häufig zu wiederholen wie den Begriff des „einen und                Freien Europas“ , auch wenn ungewiss blieb, was er am Ende bedeuten würde.                Ausmaß und Tempo des Wandels hätten es Moskau sehr schwer gemacht, dem                Prozess Einhalt zu gebieten, selbst wenn man das dort wirklich gewollt hätte. In                einem NSC-Papier, das kurz vor dem Bush-Gorbatschow-Gipfel vom 01. bis 03.                Dezember auf Malta geschrieben wurde, hieß es „Die Sowjets haben die Kontrolle                über ihre Politik gegenüber Ostmitteleuropa verloren. Sie haben die gegenwärtigen                Entwicklungen nicht vorausgesehen (und) reagieren auf die Ereignisse nur  noch                              von Tag zu Tag.“ In Wirklichkeit hatte sich die Aufmerksamkeit der Sowjets und                Vereinigten Staaten, bis es zu diesem lang erwarteten Treffen der beiden                Staatführer  kam, längst vom Umbruch in Ostmitteleuropa auf die Aussichten für               eine überstürzte deutsche Vereinigung verlagert.     Die Zerschlagung des ökonomischen Systems des Sozialismus und die damit verbundene Auflösung der sozialistischen Staatengemeinschaft ist die Ursache des Untergangs der DDR.            -    Nicht die Demonstrationen in Leipzig, -         nicht die Kundgebungen in Berlin, -         nicht die Kerzen der Kirche, -         nicht die Fluchtwellen waren Ursachen, es waren die Folgen.   Der sichtbarste Ausdruck der Zerschlagung der sozialistischen Staatengemeinschaft und damit des ökonomischen Systems des Sozialismus war der Abbau der Grenzzäune in Ungarn am 08. Mai 1989. Alle Ereignisse in der DDR fanden erst danach statt. In der heutigen Geschichtsschreibung werden die Ursachen und Wirkungen verwischt oder einseitig betont, sonst hätten die Lügen und Manipulationen der Menschen keinen Bestand. Genauso ist die Geschichtsbetrachtung 40 Jahre DDR. Es wird zu 80 % immer nur das Jahr 1989 dargestellt, als wenn es die anderen 39 Jahre DDR nicht gegeben hätte. Oder anders herum: Es wird so getan, als wenn die Widersprüche 1989 am Ende des kalten Krieges 40 Jahre DDR charakterisieren. Damit werden die Leistungen der DDR-Bürger voll negiert. Diese Methode der Geschichtsfälschung wird noch stärker in der Darstellung  der Staatssicherheit angewandt. Keiner der heutigen Historiker geht darauf ein,  dass im Kalten Krieg in Westberlin 50 Geheimdienste tätig waren. Mit ihnen waren vor allem Berlin und die DDR konfrontiert. Die aufopferungsvolle Arbeit der Genossen der Staatssicherheit zum Schutz der Bevölkerung der DDR, der rechtzeitigen Erkennung feindlicher Aktivitäten und die Verhinderung von Straftaten werden totgeschwiegen.  Sollten Sie sich einmal über die Aufgaben der Staatssicherheit der DDR informieren wollen, sehen Sie sich bitte die amerikanischen Filme über deren FBI  (Anlage3) an und streichen Sie die Verbrechen, die da begangen werden, heraus. Dann erhalten Sie einen Eindruck vom Umfang der verantwortungsvollen Arbeit der Staatssicherheit. Ist es nicht eigenartig, dass fast keine gerichtlichen Urteile gegen Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR vorliegen. Die wenigen Einzelfälle sind politische Urteile und extreme Rechtsbeugungen. Außer der Bekämpfung der Feindtätigkeit hat die Partei der Stasi die schwierigste Aufgabe übertragen. Sie mussten die wichtigste Errungenschaft der DDR, die soziale Gerechtigkeit, absichern. Sie mussten die Abwerbung von Spezialisten, Sportlern, Kulturschaffenden usw. verhindern. Eigentlich eine unlösbare Aufgabe. Ganz deutlich ist es an der Stasi-Akte von Katharina Witt zu erkennen.                                                                       Ihre Stasi-Akte wurde im Alter von 8 Jahren angelegt und enthält alle Vorgänge und Aktionen, um Abwerbungsversuche abzuwehren. Diese Schutzakte war sehr umfangreich und umfasste 1354 Seiten. In meiner Familie von insgesamt 64 Angehörigen, gab es keine Spitzelakte gegen Feinde der DDR. Die 5 Familienangehörigen, die annahmen, es existiert eine Spitzelakte, erhielten einen negativen Bescheid. Sie ließen sich täuschen von den Hetzüberschriften der Medien:                                6 Mio. Spitzelakten mit einer Länge von 180 km Es wurde verschwiegen das                                       2 Mio. Akten Nazi-Verbrecher betreffen                                                                                                          2 Mio. Akten Westdeutsche betrafen,                                       1 Mio. Akten Angehörige des MfS,                                              und  vorwiegend IM´s erfassten[2] Dazu kamen noch die Schutzakten gegen Abwerbung, die die wichtigsten Akten waren und sehr umfangreich sind. Wie viel Spitzelakten hat eigentlich der BND? Wie viel Spitzelakten gibt es in der Industrie (Telekom – Bundesbahn)?                                                                           Von Einheit enttäuscht   Günter Grass hat Recht, wenn er sagt, die Einheit steht nur auf dem Papier. Sie ist nicht vollzogen worden. Noch kritischer sehen es die DDR-Bürger nach 20 Jahren. Einige Beispiele:                Januar 09  (Kurier)        72 % der Ossis geht es sozial schlechter als 1989, das sind                                                       9  Mio. Bürger( Grundlage Wahlberichtigte 1989)                                                     46 % der Ossis geht es wirtschaftlich schlechter als 1989                                                    63 %  sagen in der BRD geht es nicht gerecht zu                                                     67 % sind mit dem politischen System unzufrieden                                                                                                        Rechnet man die 18 – 30 jährigen heraus, die die DDR                                                     nicht erlebt haben, liegen die Prozentsätze bedeutend                                                     höher.                Oktober 04  (Bild)          73 % sind mit dem politischen System unzufrieden                                                                 August 04  (BZ)              76 % der Ossis halten den Sozialismus für eine gute Idee              November 06  (Forsa)     in 238 Jahren erreichen die Ostrenten das Westniveau              Dezember 06  (Kurier)   78 % der Ossis fühlen sich nicht als Bundesbürger     Hervorheben muss man immer wieder, hier handelt es sich nicht um einige hundert Bürgerrechtler, sondern um Millionen Menschen, die die DDR erlebt haben.   Was meine Darlegung und Darstellung betrifft, bin ich von der Feststellung Herrmann Kants ausgegangen:     „ Wer gegen eine Verklärung des Sozialismus ist, muss sich zugleich gegen deren Verteufelung wenden.“ (ND 24./25.02.07)                                                              Auch liegt meinen Überlegungen die  „proletarischen Weisheit“ zugrunde, wenn deine Gegner dich loben, hast du etwas falsch gemacht. Wenn sie dich beschimpfen und Lügen verbreiten, war alles richtig. Paradebeispiel: Gorbatschow – die Lobeshymnen nehmen kein Ende, weil er den Sozialismus vernichtet hat.  (einschließlich Jelzin)                                                                           Ich bitte um Entschuldigung, dass durch die stichwortartige Kurzfassung manches nicht ausreichend erläutert erscheint, dazu ist zu sagen, dass alle Fakten und Begründungen in meinem persönlichen DDR-Museum ausführlich dokumentiert sind.   Abschließend noch einige Bemerkungen zur Welle heutiger Filme über die DDR. Ansehenswert sind:      „Damals in der DDR“ – mehrere Folgen    „Meine DDR“ – 4 Folgen   In diesen Filmen, wird anhand von Biographien die Entwicklung der DDR gewollt oder ungewollt dargestellt. Es wird die erfolgreiche Entwicklung vom „NICHTS“ bis zur funktionierenden Alternative zum Kapitalismus gezeigt. Revolutionäre Ereignisse dieser Jahre werden zwar negativ bewertet und besonders hervorgehoben werden Formulierungen, die die DDR in einem ungünstigen Licht erscheinen lassen. Politisch geschulte Leser und     Fernseher durchschauen diese Art der Geschichtsdarstellung. Auch wird hier versucht, Einzelbeispiele als Massenerscheinungen erscheinen zu lassen. Trotzdem sind sie noch das Beste, was auf dem Markt ist. Gut beraten ist derjenige, der die Worte vom Philosophen Georg Christoph Lichtenberg beachtet „die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten mäßig entstellt“.   Das beste Geburtstagsgeschenk hätte ich fast vergessen, die globale Wirtschaftskrise. Sie gibt Karl Marx Recht, dass das Elend in der kapitalistischen Welt durch die Anarchie der Produktion und die private Aneignung der gesellschaftlichen Produktion entsteht. Die Krise hat unsere Familie bereits erreicht, Kurzarbeit, Entlassung, keine Zinszahlung bei der Sparkasse, Abbau von sozialen Leistungen und damit habe ich ein weiteres Thema für mein Museum.   Noch eine Bemerkung – Du wirst denken, da ist vieles Falsch und anderes Richtig. Dazu wollte ich sagen, du hast Recht, denn ich habe nicht deine Gedanken nieder schreiben wollen, sondern meine Gedanken. Trotzdem bin ich für Hinweise offen, weil ich dadurch Fakten, Zusammenhänge und Folgerungen noch deutlicher formulieren kann. Danke!   Berlin, 15.03.2009           Überarbeitet März 2012 Gernhold Klemm   Anlagen: 1. Weitere Leistungen der DDR 2. Gehaltsunterschiede Ost und West 3. FBI – Filme   Quellen: Zweite Armutskonferenz der Evangelischen Kirche Feb.2009 Erster Tätigkeitsbericht der Gauck –Behörde Feb. 1993(ND15.1.96Prof.Opitz) 40 Jahre DDR Verlag für Agitation- und Anschauungsmittel ( Mai 1989)   [1] 40 Jahre DDR Verlag für Agitation- und Anschauungsmittel ( Mai 1989) [2] Erster Tätigkeitsbericht Gauck-Behörde Feb.1993 (ND 15.1.96 Prof. Opitz)