Blücher und die Polizeiknüppel Blücher als Repräsentant  des deutschen Militarismus wollte unbedingt in der Frontstadt Westberlin sprechen. In den 50iger Jahren sprach Blücher in der Deutschland- Halle. Er hatte nicht mit den vielen Antifaschisten in Berlin gerechnet. Die Deutschlandhalle war voll ausgebucht und als Blücher reden wollte, stand 90 % der Anwesenden auf und verliesen mit den Gesang der Internationale die Deutschlandhalle. Der Veranstalter hatte nicht bemerkt oder zu spät bemerkt, dass die meisten Besucher mit nachgemachten Eintrittskarten in die Halle gelangten. Wir waren alle bereits auf dem Heimweg als die Stummpolizei auf Befehl wegen der fehlgeschlagenen Veranstaltung mit dem Gummiknüppel wahllos auf die Demonstranten einschlugen. Wir hatten damit nicht gerechnet. Unser Weg hatte links einen hohen Drahtzaun und rechts eine breite Hecke. Ein Ausweichen war fast unmöglich. Vor uns liefen mehrere junge Mädels. Wenn wir zur Seite gegangen wären, hätten die Schläge mit dem Gummiknüppel die jungen Mädchen getroffen. Ein Schlag traf mich mit voller Wucht auf das rechte Schulterblatt. 3 Wochen konnte ich die Vorlesung nicht mit schreiben. Hilfsbereit erhielt ich die  Vorlesungsabschriften  von meinen Mitkommilitonen. Noch heute habe ich das Empfinden, dass auf dem Schulterblatt eine Erhöhung durch den Schlag vorhanden ist. Wieder einmal wurden uns die Freiheit und die Willkür der Polizei demonstriert. Wir waren zufrieden, wir hatten die militaristische Veranstaltung mit Blücher verhindert. Derartige Ereignisse gehörten zur Kategorie Klassenkampf.        G.K. Einen Begriff  der heute nur negativ besetzt ist.                         26.Okt.2010 Blücher und die Polizeiknüppel